Berufliches Schulzentrum
Sulzbach-Rosenberg

Trommeln für eine Ausbildungsstelle

Sulzbach-Rosenberg (lz/bba). Seit mehr als zehn Jahren ist die Musikpädagogin Tina Eff aus Regensburg ein beständiger und stets gern gesehener Gast in der Projektarbeit am Beruflichen Schulzentrum. Dabei stellt die Referentin die Vermittlung von Ideen und Anregungen für das rhythmische Spiel auf Handtrommeln und die Förderung des Gemeinschaftsgefühls durch gemeinsames Musizieren in den Fokus.
 
Zunächst stand aber dieses Mal zunächst die Einhaltung der Hygieneregeln im Mittelpunkt, die die beiden Projektleiter Bettina Bauer und Wolfi Lorenz nicht nur durch die Abstandsregeln und die obligatorische Mund-Nasen-Bedeckung gewährleisteten, denn die jugendlichen Teilnehmer bekamen auch noch zusätzlich Handschuhe gestellt.
Die Kunsttherapeutin mit dem sozialpädagogischen Schwerpunkt Musik und Bewegung. leitet seit fast 15 Jahren Percussionworkshops für Jugendliche und Erwachsene in Jugendzentren, Schulen, Volkshochschulen oder Kirchengemeinden. Mit Fortbildungen bei Gilson de Assis, Klaus Staffa, der Orff-Gesellschaft, Rhythmikon, Murat Coskun, Glen Velez oder Andrea Piccioni bringt Tina Eff zusätzlich eine enorme Kompetenz in ihre Workshops, die über den Jugendförderverein Megaphon und das Angebot „Breit gefächert“ des Bezirksjugendrings Oberpfalz finanziert werden. Die musikalischen Inhalte des Workshops waren mit dem Kennen lernen rhythmischer Grundbegriffe (Beat – Offbeat, Intro, Break), dem Einüben verschiedener Schlagtechniken, dem Einüben des
Rhythmuspattern mit Hilfe der Sprache und dem Üben verschiedener Rhythmen bis zum Aufbau eines Stückes klar definiert. Dahinter steckten aber auch andere Ziele wie die Förderung sozialer Kompetenzen (z.B. sich in Gruppe einfügen können, aufeinander hören, nonverbale Kommunikation), die Förderung der Konzentration und Aufmerksamkeit, die Körperkoordination oder der Beitrag zur interkulturellen Verständigung durch Vermittlung von Musikelementen aus einem anderen Kulturkreis.
 
Im Praxisteil lernten die jungen Leute die Conga-Trommeln kennen und übten eine Musikaktion mit Elementen aus der „Drumcircle“-Methode (spontanes und intuitives Musizieren nach gestischer, nonverbaler Anleitung). Dazu bereicherten rhythmische Vorübungen, die Einführung des Basisschlages „Open“ (Schlag mit links, rechts oder „hand.to-hand“ ausführen, Üben anhand von Rhythmusspielen, verschiedene Tempi, Akzente setzen), das Üben des Basisschlags mit einer „Rhythmuspyramide“, die Kombination der beiden Hauptschläge mit der Entwicklung von einfachen „Mustern“, die Hinleitung zum Rhythmus „Kpanlogo“, das Einüben eines Breaks sowie das Spielen eines gesamten Percussionstücks einen sehr gelungenen Workshop.

"Wirf deine Angst in die Luft"

Sulzbach-Rosenberg. (lz /bba) "Social Nearing ist das Gebot der Stunde", gab Kunsttherapeutin Michaela Peter aus Amberg die Devise für einen außergewöhnlichen Projekttag in der Klasse "Jugendliche ohne Ausbildungsplatz" am Beruflichen Schulzentrum in Sulzbach-Rosenberg aus.

Wenn die Menschen räumlich auf Abstand gehen müssten, sei es umso wichtiger, auf anderen Ebenen in Kontakt zu bleiben oder zu kommen. Die Projektleiter Bettina Bauer und Wolfi Lorenz hatten Michaela Peter dazu als Referentin gewinnen können. Nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester hat sie das Studienfach Kunsttherapie belegt und mittlerweile in Amberg ein eigenes Atelier eröffnet.

Zum Einstieg wählten die Jugendlichen jeweils eine Karte aus dem reichhaltigen Fundus von Therapiebildkarten. Danach galt es, die Wahl des Motivs zu begründen und die Atmosphäre auf dem jeweiligen Bild zu beschreiben. Jeweils ein Schüler nahm anschließend ein ausgewähltes Motiv eines Klassenkameraden als neues Motiv und malte seine Eindrücke als eine Art Resonanz auf die erste Wahl: "Lass Dich von den Schwingungen des anderen mitnehmen und anstecken", motivierte Peter die jungen Leute.

Im zweiten Teil nutzte die Referentin ein Gedicht von Rose Auslender "Noch bist Du da". Aussagen wie "Wirf Deine Angst in die Luft" oder "Sei was Du bist und gib was Du hast" führten auf die emotionale Ebene. Die Jugendlichen malten und zeichneten anschließend Stimmungsbilder zu diesem Text.

Eigene Struktur für individuelles Bild

 

Künstlerische Lebensreflexion beim Projekttag am Beruflichen Schulzentrum

Schönreden bringt gar nichts

„Ihr seid selbst verantwortlich für Euere Ausbildung und Euere Zukunft. Die positive wirtschaftliche Lage erlaubt es Euch auch, eine Ausbildung und damit später einen Beruf zu suchen und zu finden, der zu Euch passt“, motivierte Betriebsleiter Rainer Stammler von der Firma Bergler in Amberg die Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz (JoA) am Beruflichen Schulzentrum Sulzbach-Rosenberg: „Es sind gute Zeiten für Euch, Ihr müsst nur zugreifen!“