Ungefähr zwei Monate nachdem ich mich bei der Typisierungsaktion am Beruflichen Schulzentrum Sulzbach-Rosenberg im Mai 2024 registriert hatte, erhielt ich einen Anruf aus Thüringen.
Eine nette Dame teilte mir mit, dass mein „genetischer Zwilling“ erkrankt ist, und fragte mich, ob ich noch einverstanden wäre zu spenden. Das habe ich natürlich bejaht.
Kurz darauf bekam ich die Information, wohin ich zur Voruntersuchung kommen darf, in meinem Fall nach Dresden. Die DKMS hat sich um alles gekümmert: Sie hat mit meinem Arbeitgeber gesprochen, sodass ich sowohl für die Voruntersuchung als auch für die eigentliche Spende freigestellt wurde. Auch Anfahrt und Hotel wurden komplett organisiert.
Als es dann so weit war, fuhr ich zur Voruntersuchung nach Dresden. Ich bekam ein wirklich schönes Hotel gestellt, in dem es mir an nichts gefehlt hat. Die Untersuchung selbst war sehr angenehm, und das Personal war unglaublich nett und zuvorkommend. Nachdem beim großen Check-up festgestellt wurde, dass ich gesund bin und alles für die Spende passt, wurde ich noch einmal gefragt, ob ich wirklich spenden möchte. Auch dieses Mal habe ich ohne zu zögern zugestimmt.
Wieder zuhause musste ich mir einige Tage lang selbst Spritzen geben. Das hat zwar am Anfang etwas Überwindung gekostet, war aber letztendlich gar nicht schlimm. Diese Spritzen sorgen dafür, dass mehr Stammzellen im Knochenmark gebildet und ins Blut abgegeben werden.
Dann ging es ein zweites Mal nach Dresden, dieses Mal zusammen mit meinem Bruder, der als Begleitperson mitkommen dürfte. Auch für ihn hat die DKMS die Fahrt-, Hotel- und Frühstückskosten übernommen. Wir hatten noch einen schönen Abend in Dresden, bevor es am nächsten Tag für mich zur Spende ging.
Die Spende selbst dauerte ungefähr vier Stunden, aber die Zeit verging sehr schnell. Ich konnte trinken, Netflix schauen und musste mich um nichts kümmern – es war wirklich entspannt. Nach der Spende bekam ich noch einen Goodie-Bag mit ein paar Aufmerksamkeiten. Mein Bruder und ich hatten danach noch einen ruhigen Abend im Hotel.
Ich bin sehr froh, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, jemandem zu helfen – das macht mich wirklich stolz. Die DKMS hat mir alle Kosten für Essen, Reise und Getränke ganz unkompliziert über eine App erstattet.
Danke für diese großartige Erfahrung! Ich bin stolz darauf, dass ich helfen konnte, und würde es jederzeit wieder tun.
Dieser Dank geht an die DKMS und an das BSZ Sulzbach-Rosenberg, die das alles überhaupt erst ermöglicht haben. Ein besonderer Dank geht an die damaligen Organisatoren, Herrn Hambeck und Herrn Rittner – es war wirklich eine wunderbare Aktion.
Liebe Grüße
vom sehr stolzen
Jonas Richter (EEG12B)

