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Berufsschule

Aktuelles und Termine (BS)

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Erasmus+-Mobility Programm in Dänemark - KFZ Bereich

Ein Bericht aus der Sicht der Kraftfahrzeugtechniker
Auf die Einladung unseres Lehrers, am Erasmus-Mobilitätsprogramm nach Dänemark teilzunehmen, folgte sofort große Begeisterung.

Nach dem Informationsabend, der neben viel organisatorischem Papierkram und Informationen zum Aufenthalt sowie zum Zielort auch Zeit für eine wichtige kulturelle Sensibilisierung bot, waren wir bereit, unsere Reise nach Esbjerg anzutreten und die dänische Kultur, das Schul- und Ausbildungssystem sowie das Arbeitsklima in Dänemark kennenzulernen.
Obwohl wir es kaum erwarten konnten, kam der Tag der Abreise aus Deutschland schneller als gedacht. Es war Zeit für unsere elfstündige Zugfahrt nach Esbjerg in Dänemark.
Auch wenn sich elf Stunden zunächst nach einer Ewigkeit anhörten, verging die Fahrt erstaunlich schnell. Nach ein paar Serien und Filmen war es am Sonntagabend bereits Zeit, in unsere Unterkunft, die Rybners Hermitage, einzuchecken.
An der Rezeption erhielten wir die Hausregeln sowie weitere Informationen zu Frühstück und Abendessen. Außerdem wurde uns mitgeteilt, wann wir uns am nächsten Morgen treffen sollten.
Nachdem wir unsere Koffer in die zugeteilten Zimmer gebracht hatten, war es zunächst an der Zeit, eine Kleinigkeit einzukaufen. Glücklicherweise befindet sich ein Netto-Supermarkt nur wenige Gehminuten von der Unterkunft entfernt.
Damit ging der Anreisetag auch schon zu Ende.
Am Montag begann schließlich unser Programm. Wir machten uns auf den Weg zum Technischen Gymnasium Rybners, wo wir unseren Lehrer Henrik und dessen Schülerinnen und Schüler trafen, die später in diesem Jahr auch nach Sulzbach-Rosenberg kommen werden.
Zu Beginn führte uns Henrik durch das riesige Schulgebäude des Rybners Gymnasiums. Dabei mussten wir alle feststellen, dass die Schule außergewöhnlich gut ausgestattet war. Vieles erinnerte an das, was unsere Lehrer an der Berufsschule als Ergebnis des „geplanten“ Umbaus beschrieben hatten – und sogar noch darüber hinaus.
Anschließend folgte eine Vorstellungsrunde, bei der wir uns zunächst im großen Kreis und danach in kleineren Gruppen näher kennenlernten.
Zurück im Klassenzimmer wurden wir in Gruppen eingeteilt, die wir selbst wählen durften, und erhielten unseren Arbeitsauftrag für die Woche.
Bis Freitag sollten wir einen Kurzfilm zum Thema „A Day in the Life of a Trainee“ erstellen und präsentieren. Dafür tauschten wir uns mit den dänischen Schülerinnen und Schülern über den Alltag an einer dänischen Schule sowie im dänischen Ausbildungssystem aus und verglichen diesen mit dem Alltag deutscher Auszubildender im dualen Ausbildungssystem. Zu unserem Erstaunen gab es einige Aspekte, um die wir die dänischen Schülerinnen und Schüler beneideten. Umgekehrt gab es aber ebenso Dinge, für die die dänischen Lehrkräfte unsere Lehrer beneideten.
Wir durften uns frei im Schulgebäude bewegen und Videos aufnehmen, die wir anschließend schnitten, bearbeiteten und zu unserem Kurzfilm zusammenstellten. Dieser wurde am Freitag schließlich von jeder Gruppe präsentiert.
Doch das war noch nicht alles. Im Laufe der Woche stellten wir außerdem unsere Ausbildungsbetriebe vor und berichteten über unsere Ausbildung.
Nach dem Unterricht konnten wir unsere Freizeit frei in Esbjerg gestalten. Ob ein Ausflug zum Hafen, ein Stadtbummel oder ein Spaziergang auf den umliegenden Feldwegen – an Freizeitmöglichkeiten mangelte es nie.
Am Donnerstag besuchten die Kraftfahrzeugmechatroniker nicht das Rybners Gymnasium, sondern die technische Schule von Rybners. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler in den Werkstätten praxisnah an Fahrzeugen arbeiten. Auch hier wurden die Unterschiede zum praktischen Unterricht in Deutschland deutlich.
Am Freitag bestand nach dem Unterricht die Möglichkeit, gemeinsam mit den Lehrern per Fähre auf die Insel Fanø zu fahren. Dort erwarteten uns nicht nur eine wunderschöne Landschaft, sondern auch eine Brauerei. Einige von uns entschieden sich jedoch dafür, das Wochenende in Kopenhagen zu verbringen.
Für Samstag war offiziell kein Programm vorgesehen. Das bedeutete für uns Schülerinnen und Schüler einen ganzen Tag, den wir nach unseren eigenen Vorstellungen gestalten konnten.
Am Sonntag wurde uns angeboten, gemeinsam nach Ribe zu fahren und dort ein Wikingermuseum zu besichtigen. Auch dieses Angebot war freiwillig, erwies sich jedoch als äußerst spannend und interessant. Am Abend kehrten wir zurück, und nach dem Abendessen wurden uns unsere Praktikumsbetriebe für die zweite Woche zugeteilt.
So begann am Montagmorgen bereits die Arbeitswoche. Nach eineinhalb Jahren Ausbildung wieder als Praktikant angesehen zu werden, war zunächst etwas ungewohnt. Dennoch wurden wir sehr schnell als fester Bestandteil der Betriebe aufgenommen und bekamen im Laufe der Woche ein gutes Gefühl für die dänische Arbeitskultur.
Wenn viel zu tun war, musste natürlich auch zügig gearbeitet werden. Anders als in vielen deutschen Betrieben wurde bei geringer Arbeitsauslastung jedoch nicht zwanghaft nach zusätzlichen Aufgaben gesucht, nur um beschäftigt zu wirken oder Ärger mit dem Vorgesetzten zu vermeiden. Stattdessen arbeitete man entspannter und in einem ruhigeren Tempo. Dennoch wurden alle Arbeiten erledigt und die Werkstätten sauber und ordentlich gehalten.
Auch die Pausenzeiten wurden insgesamt etwas lockerer gehandhabt als in Deutschland. Zwar hielt man sich grundsätzlich an die vereinbarten Zeiten, doch ein Spielraum von drei bis fünf Minuten wurde in der Regel problemlos akzeptiert.
Dennoch verging auch diese Woche viel zu schnell und damit näherte sich unser Aufenthalt in Dänemark seinem Ende.
Letztendlich bereut es keiner von uns, an diesem Erasmus-Aufenthalt im Nachbarland des Nordens teilgenommen zu haben. Wir können diese Erfahrung jedem uneingeschränkt empfehlen, der sowohl seinen beruflichen als auch seinen persönlichen Horizont erweitern möchte.

 

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