Berufliches Schulzentrum
Sulzbach-Rosenberg

Sie verstehen ihr Handwerk

Sulzbach-Rosenberg. (wbe) Wo sonst die frischgebackenen Gesellen des Metzgerhandwerks mit ihren Eltern und Freunden in lebhafter Atmosphäre auf die Übergabe ihrer Zeugnisse warten, saßen die Schüler alleine und mit Mundschutz und großem Abstand an Tischen in der Berufsschule Sulzbach-Rosenberg. Das Ganze vermittelte eher den Eindruck einer Prüfungssituation.

Aus vielen Landkreisen

Trotzdem konnte der stellvertretende Obermeister Amberg-Sulzbach, Rainer Mayer, einige Ehrengäste begrüßen. Kreishandwerksmeister Hans Weber aus Ammerthal, der Obermeister aus Schwandorf, Ernst Maler sowie der Obermeister aus Tirschenreuth, Herbert Thiem, waren zur Abschlussfeier gekommen, da Ausbildungsbetriebe aus den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Weiden, Tirschenreuth und Schwandorf vertreten sind.

Schulleiterin Sabine Fersch gratulierte zu den bestandenen Prüfungen, die trotz der vielen Widrigkeiten und Einschränkungen gut abgelegt worden waren und bescheinigte den Prüflingen ein vorbildliches Verhalten, bei dem sie die eigenen Interessen hintenan gestellt hätten.

Kreishandwerksmeister Hans Weber wies darauf hin, dass diese schwierige Zeit, in der die Prüfungen abgelegt und bestanden wurden, sicher dazu befähige, auch in der Zukunft schwierige Situationen zu meistern. Er drückte seinen Wunsch aus, dem Metzger-Handwerk als Beruf und auch der Region treu zu bleiben.

Anschließend erhielten die Absolventen ihre Abschlusszeugnisse. Als Prüfungsbester der Metzger wurde Lukas Lindner von der Metzgerei Neumüller in Auerbach ausgezeichnet, bei den Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk Elisabeth Graf von der Metzgerei Humsberger in Michelfeld und Tanja Kraus von der Metzgerei Eschenwecker in Vilseck. Sie erhielten neben Urkunden kleine Geschenke.

Geschenke zum Dank

Doch auch der Fachbereichsleiter Bernd Roth wurde von den Abgängern mit Geschenken bedacht, mit denen sie sich bei ihm für die Unterstützung durch drei erfolgreiche Schuljahre bedankten.

Fachbereichsleiter Bernd Roth mit dem Prüfungsbesten der Metzger: Lukas Lindner, Metzgerei Hans Neumüller, Auerbach, und den Prüfungsbesten der Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk: Elisabeth Graf, Metzgerei Humsberger, Michelfeld, und Tanja Kraus, Metzgerei Franz Eschenwecker, Vilseck. Bild: wbe

Von Bowls bis zum Brühwurstpokal

41 Auszubildende im Fleischerhandwerk haben sich einem freiwilligen Wettbewerb gestellt, der zu einer Leistungsschau avancierte. Und die Ehrengäste überzeugten sich davon, dass das Ergebnis nicht nur gut aussah, sondern auch hervorragend schmeckte.

Sulzbach-Rosenberg. (wbe) Oberstudendirektorin Sabine Fersch, die das Berufliche Schulzentrum Sulzbach-Rosenberg leitet, sprach davon, dass dieser kulinarische Höhepunkt die beste Werbung für die Handwerksbetriebe sei. Die Schüler lobte sie für die Kreativität. Daniel Hirsch, Obermeister der Metzgerinnung, sprach den Konkurrenzdruck an und unterstrich, wie notwendig es sei, "ein Höchstmaß an Qualität im regionalen Fachgeschäft anzubieten". Hier seien die Lebensmittel wohlschmeckend, sauber hergestellt, fair für alle, Tierschutz und Nachhaltigkeit würden beispielhaft gelebt. Die wieder befüllbare Metzgerbox sei stark im Kommen.

Für die Bürgermeister Michael Göth (Sulzbach-Rosenberg) und Martin Preuß (Amberg) ist die Grundvoraussetzung, dass die Kunden die Produkte im örtlichen Fachgeschäft wertschätzten und einen angemessenen Preis dafür zahlten. Das Angebot an Fachgeschäften mit regionaler Ware sei bei weitem nicht mehr selbstverständlich und müsse deshalb umso mehr geschätzt werden, so stellvertretender Landrat Hans Kummert.

Landesinnungsmeister Konrad Ammon gratulierte den Auszubildenden und den Lehrbetrieben. Hinter den Arbeiten stecke Leidenschaft, die Genuss hervorrufe. Genau diese Wertigkeit für qualitativ hochwertigen Produkte mache den Unterschied zur Discounter-Massenware aus. Im Fleischerhandwerk seien heute Berufe wie Ernährungsberater, Koch, Wurstmacher und Eventmanager zu finden. Die Beschäftigten hätten sich den heutigen Ernährungsgewohnheiten angepasst, den Spagat zwischen Tradition und Moderne geschafft. Rund 95 Prozent der Deutschen ernährten sich ausgewogen mit Fleisch und Wurst. Ob Bowls der neue Foodtrend sei, fragten Schüler der Klasse NFL. Ihr Projekt handelte davon, ein komplettes, ausgewogenes Hauptgericht mit allen Nährstoffen in nur einer Schale zuzubereiten.

Für den Brühwurstpokal mussten Elftklässler drei verschiedene Brühwürste herstellen. Dabei hatten sie alle Vorbereitungen selbstständig zu erledigen, die Rezepte auszuarbeiten und Platten zu legen. Höhepunkt war die Ehrung der Sieger in den Kategorien Finger-Food, Kanapees, Brühwurstroulade/Pastete und Aufschnittplatten - nicht einfach für die Jury angesichts der kulinarischen Kunstwerke.

Die Preisträger

Finger-Food:

1. Preis: Tobias Gres (Betrieb Englhard, Amberg), 2. Preis: Maximilian Adelhardt (Humsberger, Auerbach), 3. Preis: Lakisha Wörle (Edeka Götz, Etzenricht).

Kanapees:

1. Preis: Carina Prüfer (Lotter, Sulzbach-Rosenberg), 2. Preis: Christian Haas (Nägerl, Illschwang), 3. Preis: Kristina Schwab (Englhard, Amberg)

Brühwurstroulade/Pastete:

1. Preis: Tobias Lindner (Humsberger, Auerbach), 2. Preis: Zaker Tajek (Humsberger, Auerbach, 3. Preis: Daniel Weber (Real GmbH, Amberg).

Aufschnittplatten:

1. Preis: Carina Prüfer (Metzgerei Lotter, Sulzbach-Rosenberg), 2. Preis: Tanja Kraus (Eschenwecker, Vilseck), 3. Preis: Elisabeth Graf (Humsberger, Auerbach). (wbe)

Quelle: Zeitung Sulzbach-Rosenberg, 22./23.02.2020

ZUM 2. MAL TOP

Der Grund dafür war die größte Anzahl eingesandter qualifizierter Rezepte zum 2019er-Motto „Aufgespießt". Mit 18 Einsendungen kreativer Snacks führten die Schüler von Fachbereichsleiter Bernd Roth die Schulwertung klar an. Der Nachwuchswettbewerb ist ein fester Bestandteil des Unterrichts. „Wir nehmen jedes Jahr daran teil und sind von Anfang an dabei gewesen", sagt Roth und ergänzt:„Das Thema Snacking wird immer wichtiger und im Betrieb oft vernachlässigt. Die Schüler sollen angetrieben werden und kreativ sein was die Zubereitung und Präsentation betrifft." Am 8. Januar war es dann soweit. In den Praxisräumen begrüßte Andreas Stark, Business Development Manager Foodservice bei Homann Foodservice, 15 Schüler/rinnen des ersten Ausbildungsjahres für Metzger und Fachverkäufer. Im theoretischen Teil wurden die Themen Trends, Zielgruppen, kreative Zubereitungstechniken, Rezeptkonzepte und Praxisbeispiele zur gelungenen Umsetzung behandelt. Das Hauptthema im Praxisteil war die Zubereitung von Hähnchensalaten. Convenienceprodukte sind für Bernd Roth eine Hilfe: „Aber: Wenn man sie einsetzt, muss die Qualität hoch sein, z. B. die Homann Salatmayonnaise. Die Schüler sollen lernen, dass man sie auch hochwertig einsetzen kann."

GEMEINSAM KREATIV

In Vierer-Teams galt es, zwei eigene Salatkreationen auszuarbeiten und zuzubereiten. Dafür gab es eine breite Auswahl an Zutaten. Von klassischen Lebensmitteln wie Sellerie, Ei, Tomaten und Zwiebeln bis hin zu Zutaten für kreative Salate wie Mandelblättchen, Cornflakes oder Schokolade. Zudem stand ein Sortiment an Homann Foodservice-Saucen und Salatdressings zur Wahl. So entstanden kreative, schmackhafte Variationen, die in Gläsern oder Schälchen akkurat auf einem Tisch präsentiert wurden. Nacheinander stellten die Teams dann ihre Kreationen den Mitschülern vor. „Es hat Spaß gemacht gemeinsam im Team kreativ zu sein", sagte eine Schülerin. Auch Andreas Stark war begeistert: „Wenn ich die Kreativität und die positive Energie unseres Nachwuchses im Fleischerhandwerk sehe, mache ich mir um die Zukunft keine Sorgen. 2020 findet der Nachwuchswettbewerb zum zehnten Mal statt. Information dazu sowie zum neuen Motto "Spicy Style" unter:www.homann-snackstar.de

mth Quelle: Fleischerhandwert FH 1/2020

Käseseminar der Fleischereifachverkäufer / innen

Unter der Leitung von Frau Eva-Maria Kolb fand am 29.01.2020 das Käseseminar mit den Fleischereifachverkäufer/innen der Klasse NFV 12 statt.
Nach einem theoretischen Teil über die Herstellung von Käse, die Einteilung und Besonderheiten der verschiedenen Käsesorten und die ernährungsphysiologischen Eigenschaften von Käse, folgte der praktische Teil.  Die Schülerinnen und Schüler lernten, wie man Käseplatten legt, Käsehäppchen und Kanapees dekoriert, Feinkostsalate und Spießchen aus Käse herstellt und wie man Schweinemedaillons mit Frischkäse-Ruccolafüllung verkaufsgerecht herrichtet. Nach dem praktischen Teil folgte die Verkostung der besonderen Käsesorten. Von mild bis würzig, von weich bis hart und von sehr fett bis ganz mager war alles Mögliche dabei. Frau Kolb erklärte kompetent, wie man den Geschmack der einzelnen Käsesorten beschreibt, die Besonderheiten wie Blauschimmel und Rotschmiere, und wozu man die einzelnen Sorten verwendet. Auch süß-saure Dips und Geschmackskombinationen mit Obst, Schinken und Paprika wurden verkostet.
Nachdem die Schülerinnen und Schüler ca. 35 Käsesorten ausgiebig probiert und mit Frau Kolb darüber diskutiert hatten, wurde das Käseseminar schließlich nach 6 Unterrichtsstunden beendet.
Feedback der SuS: Es war sehr lehrreich und wir hätten vorher nicht gedacht, dass es so eine große geschmackliche Vielfalt beim Käse gibt.

Weihnachtsgeschenke, aber bitte nachhaltig verpackt!

Schöne große Kunststoffschleifen, aufgebauschte PVC-Folie,  funkelnde Kugeln, Tannenzapfen und Sternchen aus Plastik sind für Weihnachtsgeschenke nicht mehr wegzudenken. Eine pompöse Verpackung ist heute fast noch wichtiger geworden als das Geschenk selbst. Nach den Feiertagen werden diese Berge an Verpackungsmüll dann entsorgt und landen im Gelben Sack, in der Müllverbrennung oder auf den Mülldeponien.

„Umweltfreundliche, nachhaltige Geschenkverpackungen“ lautet deshalb das Ziel der  Nahrungsabteilung des Beruflichen Schulzentrums Sulzbach-Rosenberg. Die Schülerinnen und Schüler der Nahrungsklassen recherchierten nach umweltfreundlichen Verpackungen und wurden schnell fündig. So können statt Kunststoffschleifen z.B. umweltfreundliche Schleifen aus Leinenstoff oder Juteschnur verwendet werden. Lässt man die Klarsichtfolie als Umverpackung weg, dann hat man sogar einen besseren Blick auf die Produkte. Und die Kunststoffkörbe oder Plastikteller kann man ganz einfach durch Schilf- oder Weidenkörbchen bzw. durch unbehandelte Holzbrettchen ersetzen. Für teure Sträußchen oder Kugeln aus Kunststoff könnten Tannenzapfen, Strohsterne und echte Fichtenzweige verwendet werden. Diese alternativen Verpackungen können dann nach Weihnachten weiterverwendet, bzw. über die Biotonne oder am Kompost entsorgt werden.

Ganz auf Kunststoffe können wir aber leider nicht verzichten, denn Lebensmittel müssen hygienisch einwandfrei verpackt werden. Gläser und Blechdosen können recycelt werden, aber bei anderen Fleischerzeugnissen müssen wir dann doch wieder zum Kunstdarm oder zum Vakuumbeutel greifen um die Verpackungshygiene zu gewährleisten.

Dennoch könnte viel Plastik eingespart werden. Die Schülerinnen und Schüler kamen zu dem Ergebnis, dass – ausgehend von einem durchschnittlichen Gewicht von 200g Plastik pro Geschenkverpackung und 80 Millionen Geschenken (ein Geschenk pro Einwohner in Deutschland) – 16000 Tonnen Plastikmüll durch alternative, umweltfreundliche Verpackung ersetzt werden können.

 

Bernd Roth, FOL

Abteilung Nahrung

 

Eine Scheibe abschneiden

Innungsobermeister Daniel Hirsch freut sich über die Beteiligung: „Regionales Marketing besteht in erster Linie aus Qualität und Persönlichkeit.“ Er spricht sich gegen die Bürokratisierung des Handwerks aus, damit eine Wertschöpfungskette von der Produktion bis zum Verbrauch erhalten bleiben und dadurch auch dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden kann. Landrat Richard Reisinger stellt die Auszubildenden und ihr Engagement in den Mittelpunkt des Abends. Leider sei er durch einen weiteren Termin verhindert, all die Köstlichkeiten auch zu probieren. „Die Schautafeln über Nachhaltigkeit haben mir besonders gut gefallen“, resümiert Dritter Bürgermeister Hans-Jürgen Reitzenstein. „Sie zeigen auch, wie wichtig dieses Thema für die Auszubildenden ist.“

Freisprechungsfeier der Abteilung Nahrung

"Der Weg wird kein leichter sein - aber ein guter!" Da ist sich Herber Thiem, Obermeister der Metzgerinnung Tirschenreuth, sicher. Insgesamt 14 junge Leute gehen ihn mit ihren Abschlusszeugnissen in den Beruf Fleischer/in und Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk - Fleischerei.

Spende an die Amberger Tafel

Mit den Erlös des Verkaufs unserer Weihnachtsgeschenke konnten die Klassen NFB 10, NFL 11 und NFB 12 Konserven und Wurstwaren herstellen. Diese Lebensmittel im Wert von ca. 300 € wurden am 08.03.2018 der Amberger Tafel gespendet.

Leistungswettbewerb der Fleischerjugend 2018